Stopover: Neuseeland in 5 Tagen

Stopover: Neuseeland in 5 Tagen

Ihr Lieben, ich sitze hier eben auf meinem Overwater Bungalow auf Bora Bora und schreibe beim Sonnenuntergang meinen ersten Blog Beitrag zu unserer Reise. Ihr könnt es euch nicht vorstellen, was das für ein Gefühl ist. Ich bin sprachlos!

Jeder der die weite und die atemberaubende Landschaft schon einmal selbst gesehen hat wird wissen, dass 5 Tage nicht einmal ansatzweise reichen um all das Schöne, was Neuseeland bietet zu erleben und hauptsächlich zu genießen. Ich sehe Neuseeland aber nun mit eigenen Augen und habe mir so einen kleinen ersten Eindruck machen können, wie es so den Kiwis am anderen Ende der Welt ergeht. Schon alleine die Anreise dauert viel zu lange, um dafür nur 5 Tage zu verweilen. Wir planten eine Südseereise und nutzten Auckland als Stopover, um uns zu akklimatisieren und um die Südsee ganz ohne Jetlag zu genießen.

Unsere Flüge waren gesplittet von Berlin über London, nach Hongkong und Auckland. Ganze 24 Stunden lang dauerte die Anreise. Ich fliege eigentlich sehr gerne, habe auch nie Probleme lange zu sitzen, Sitzfleisch habe ich schließlich genug. Aber die Betonung liegt auf eigentlich. Nach 24 Stunden war selbst ich am Quengeln. Dicke Beine, müde, Pippi, kalt und hunger. Mit dem Mietwagen ging es direkt in unser Hotel in die City. Und dabei immer schön den Linksverkehr einhalten. Wir entschieden uns gegen einen Camper, da es sich für 5 Tage nicht wirklich gelohnt hätte. Einen SUV tat es über diesen Zeitraum auch. Die erste und letzte Nacht hatten wir fix gebucht, wir entschieden vor Ort, ob und wo wir die weiteren Tage bleiben wollten. Neuseeland Bedarfs einer sehr guten Vorausplanung. Es liegen hunderte von Kilometern zwischen den Highlights. Wenn ich eine Kuh wäre, wäre meine Wahlheimat ganz klar Neuseeland. So ein sattes Grün an Wiesen, Kilometerlange Weiden und grüne Hügel. Das liegt bestimmt am Klima. Kein Wunder, dass sich hier die Hobbits niedergelassen haben. Das Wetter ist im Dezember sehr wechselhaft. Es schwingt von jetzt auf gleich vom strahlenden Sonnenschein um in strömenden Platzregen. Vier Jahreszeiten an einem Tag. Der Zwiebellook hatte so für mich eine ganz neue Bedeutung. Mit Regen und Kälte starteten wir in den Tag und schmorten am Nachmittag in der Sonne.

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Unsere Highlights im Norden der Insel: 

Auckland: An der zentralen Queen Street bietet der berühmte Sky Tower einen Ausblick auf den Viaduct Harbour mit seinen zahlreichen Superjachten, Bars und Cafés. Auckland Domain, der älteste Park der Stadt, liegt auf dem Gelände eines erloschenen Vulkans. Diese Stadt hat mich jetzt nicht vom Hocker gehauen, da gibt es definitiv schönere.

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Coromandel: Coromandel ist ein kleiner, rund 1500 Einwohner zählender Ort auf der gleichnamigen Halbinsel im Norden der Nordinsel von Neuseeland. Viele Einheimische sagten uns, dass es mit unter einer schönsten Orte auf der Nordinsel sei. Wir empfanden es auch so.

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Cathedral Cove: Cathedral Cove ist eine Bucht am Strandabschnitt der Mercury Bay an der Coromandel Peninsula der Nordinsel Neuseelands nördlich von Hahei. Ein ca. 45 Minuten langer, aber dafür so atemberaubender Weg führt zu einem Strandabschnitt mit Felsen und kleiner Höhle. Der Weg gefiel mir fast besser, als der Strandabschnitt selbst.

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Huka Falls: Die Huka Falls sind Wasserfälle des Waikato River im Taupo District der Region Waikato. Freier Eintritt. Hier kann man Wandern, spazieren oder aber auch nur die Huka Falls genießen.

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Tongariro Nationalpark:  Der Tongariro-Nationalpark ist der älteste Nationalpark Neuseelands. Der sich im Zentrum der Nordinsel erstreckende Park gehört als eine von nur 35 Stätten sowohl zum Weltkultur- als auch zum Weltnaturerbe der UNESCO. Der Tongariro-Nationalpark ist der viertälteste Nationalpark weltweit. Wanderwege zu drei aktive Vulkane – Ruapehu, Ngauruhoe und Tongariro.

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Rotokawa; Aratiatia-Staudamm: Ein Staudamm, der alle zwei Stunden geöffnet wird und wildes Wasser flutet eine kleine Schlucht. Mehrmals am Tag wird in der Nähe von Taupo die Überlaufrinne des Waikato River geöffnet. Bis zu 90000 Liter pro Sekunde stürzen dann turbulent durch eine schmale Schlucht und fluten die Aratiatia Rapids. Eine halbe Stunde später schließen sich die Dammtore wieder, so dass der Flusse erneut zu einem friedlichen Bächlein wird.  Freier Eintritt.

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Wai-O-Tapu: Ein Geothermalgebiet, in ihm befinden sich kollabierte Krater, Fumarole, heiße Quellen, durch Minerale gefärbte heiße und kalte Teiche und Tümpel sowie Schlammteiche, aus denen Gase vulkanischen Ursprungs aufsteigen und an der Oberfläche als Schlammblase zerplatzen. Das Geothermalgebiet zählten zu den größten Neuseelands. Der Eintritt kostete ca. 19,- Euro pro Person. Wir sind dort in einem Wasch durchgelaufen, es hat richtig nach Schwefel gestunken, aber es war ganz interessant.

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Tarawera Falls: Der Wanderweg zu den Tarawera Falls ist nur über Schotter-Straßen von Kawerau im Nordosten und über Rotorua im Westen zugänglich. Die Straße verfügt zum Ende hin über einen Parkplatz, von dem aus die Wasserfälle über einen 700 m langen Wanderweg in gut 20 Minuten zu erreichen sind. Aus unterschiedlichen Felsöffnungen stürzt sich das Wasser bis zu 65 m in die Tiefe.

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Wir ließen mit Absicht das Hobbinton Movieset und die Krassere Creek aus. Das sind zwei ganz bekannte Anlaufstellen. Der Eintritt zum Movieset, wo unter andrem der Film „Herr der Ringe“ gedreht wurde, war uns dafür, dass ich noch keines dieser Filme jemals geschaut hatte, zu hoch. In der Krassere Creek hörten wir zu viel von Autoeinbrüche und  Diebstählen, dass wir darauf auch verzichteten.

Am letzten Tag erkundeten wir die Tarawera Wasserfall und stießen dabei auf einen sehr freundlichen Schweizer. Bei Ihm wurden aus einem Urlaub 18 Jahre. Er wanderte damals mit seiner Freundin aus und bereist nun mit seiner kleinen Familie, die er dort gründete die Insel. Selbst er hat nach so vielen Jahren noch immer nicht alles von Neuseeland gesehen.

Ich möchte auf jeden Fall wieder kommen, mit einem Camper den Rest der Insel erkunden und ganz viel Zeit im Gepäck!

 

 

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